Steuervorteile für Neugründungen

Ab dem 1. Januar 2013 neu gegründete Unternehmen, die wirtschaftlichen Tätigkeiten nachgehen, profitieren von besonders niedrigen Körperschaftssteuersätzen.

– Bei einer Besteuerungsgrundlage zwischen 0 € und 300.000 € gilt ein Steuersatz von 15 %.

– Bei einer Besteuerungsgrundlage über 300.000 € gilt ein Steuersatz von 20 %.

Die Unternehmen können diese Steuersätze in dem ersten Geschäftsjahr mit positiver Besteuerungsgrundlage sowie im darauffolgenden Geschäftsjahr anwenden (d.h. wenn 2013 oder später Gewinne erzielt werden). Das heißt, diese Steuersätze von 15 % – 20 % gelten nur für zwei Geschäftsjahre.

Wenn der Veranlagungszeitraum weniger als ein Jahr beträgt, entspricht der mit 15 Prozent besteuerte Teil dem Produkt aus 300.000 Euro und dem Anteil des Besteuerungszeitraums an 365 Tagen oder der Besteuerungsgrundlage des Veranlagungszeitraums, wenn diese geringer ist.

Es bestehen auch bestimmte Bedingungen bezüglich der Aufnahme der wirtschaftlichen Tätigkeiten; die Steuersätze gelten unter folgenden Bedingungen nicht:

– Die wirtschaftliche Tätigkeit wurde bereits zuvor von anderen nahestehenden Personen oder Unternehmen begonnen und später auf das neu gegründete Unternehmen übertragen.

– Die Tätigkeit wurde im Jahr vor der Gründung von einer natürlichen Person, die unmittelbar oder mittelbar über eine Beteiligung von über 50 % am Unternehmen verfügt, ausgeübt.

– Das neu gegründete Unternehmen ist Teil eines Konzerns im Sinne von Artikel 42 des Handelsgesetzbuches.

Schlussfolgerung: Unternehmer mit vor 2013 gegründeten Gesellschaften, die jahrelang darum gekämpft haben, ihren Betrieb über Wasser zu halten und Steuern bezahlt haben, können in keiner Weise von diesen überaus attraktiven Steuersätzen profitieren.

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