STEUERN IN SPANIEN: Kurz vor der Reform des gesammten Steuersystems?

Die Experten-Kommission für die Steuerreform hat einen Vorschlag an das spanische Finanzministerium am 13. März übergeben. Das Dokument, das über 400 Seiten hat, beinhaltet eine drastische Änderung des gesamten Steuersystems.  Diese neun „Weisen“ der Kommission schlagen eine Reduktion von 5 bis 10 Prozent bei der Körperschaftssteuer vor, dessen allgemeiner Satz zur Zeit bei 30 Prozent liegt. Diese Maßnahme würde gemäß der Aussage der Weisen, eine allgemeine Eliminierung von steuerlichen Anreizen und Steuer-Abzügen aufweisen. Einige von denen so wichtig wie die ermäßigte Sätze für mittlere Firmen oder die Steuerfreiheit bei Reinvestition der Gewinne.

In der Einkommensteuererklärung plädieren die Experten für eine Senkung der Sätze, schlagen aber auch vor, dass in der Veranlagung der Steuer die Eigennutzung der eigenen Immobilie in der man wohnt, zum Tragen kommt.Hinsichtlich der Erbschaftssteuer, empfiehlt der Ausschuss, unter Vorsitz von Herrn Manuel Lagares, einige Mindestsätze in den autonomen Regierungen festzulegen.

Das sind die wichtigste Vorschläge, die in dem Bericht des Ausschusses aufgeführt sind:

Manuel Lagares
Manuel Lagares

Gesellschaften
Das Dokument, welches der Finanzminister, Herr Cristobal Montoro erhalten hat, stützt sich darauf, dass der Steuersatz auf Unternehmen (Köperschaftsteuer) in Spanien (30 Prozent) einer der höchsten in der Europäischen Union ist.
Aus diesem Grund empfehlen sie, diesen Satz zwischen 5 und 10 Punkte zu senken. Paradoxerweise, bestätigen Experten, dass diese Maßnahme einige Unternehmen schaden würde, vor allem Finanzinstitute, die steuerliche Verlustvorträge ausweisen, die in der Zukunft angerechenet werden können.
Zusammen mit der Verringerung der Steuersatzes, befürworten die Experten die praktische Beseitigung der steuerlichen Anreize, die gemäß der heutigen Rechtsgebung vorgesehen sind. Daher empfehlen sie, die wichtigsten Steuerabzüge zu beseitigen: Reinvestition der Gewinne, Investitionen für Forschung und Entwicklung und für Schaffung von Arbeitsplätzen. Die Weisen gehen davon aus, dass alle diese Steuervorteile unwirksam sind und das sie Ihre Ziele nicht erreichen.

In der gleichen Richtung weist der Bericht den Vorschlag auf, den ermäßigten Steuersatz für kleine und mittlere Unternehmen (in span. PYME), heute in der Regel bei 25 Prozent, abzuschaffen. Der Steuersatz für kleine Firmen liegt heute oft sogar bei 20 und 15 Prozent. Der Ausschussvorsitzende, Herr Manuel Lagares, hat immer behauptet, dass niedrigere Sätze für Unternehmen zu schaffen, basierend auf ihrer Größe, „Springfehler“ verursachen und argumentiert, dass die Sonderregelungen für kleine Unternehmen Wachstums entmutigend sind und dementsprechend auch de.

 

Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft schadet.

Die von den Experten vorgeschlagenen Maßnahmen gehen jedoch in die entgegen gesetzte Richtung, gegen einer der Gesetze, die von der Regierung bewilligt wurden, das Gesetz für Unternehmersanfänger. Es wurden eine Reihe von Steueranreizen in der Körpeschaftssteuer, basierend auf der Größe der Unternehmen erlassen. In dieser Hinsicht bestehen  Quellen des Finanzamtes darauf, dass die Empfehlungen nicht in jedem Fall bindend sind und die Regierung von Mariano Rajoy entscheiden wird, welche Vorschläge des Berichtes der Experten für ein Gesetz-Vorprojekt übernommen werden. In jedem Fall, sieht die Regierung die mögliche Reduzierung des nominalen Steuersatzes für die Körperschaft und die Beseitigung der steuerlichen Abzüge mit guten Augen.

 

Wohnung und Einkommenssteuer

Wie erwartet, schlägt die Expertenkommission eine Reduzierung der Steuersätze für die Einkommensteuer vor. Im Jahr 2012 hat die Regierung die Steuersätze der Einkommenssteuer zwischen 0,75 und 7 Punkten erhöht, was bedeutet, dass der Spitzensatz nun von 52 Prozent erreicht ist. In einigen autonomen Regionen wie Katalonien, liegt dieser Satz sogar bei 56 Prozent. Experten glauben, dass diese Spiegel unverhältnismäßig sind, und einer der höchsten in der Europäischen Union sind.

Im Einklang mit dem Finanzamt, plädiert der Bericht auch auf die Verringerung der Steuerklassen und um Erhöhung der Mindestfreibeträge, vor allem für Haushalte mit Kindern.

Mehrere Studien zeigen, dass eine Festlegung eines Freibetrages für das Einkommen viel effizienter ist, als eine große Anzahl von Abschnitten und steigenden Sätzen.

Der Vorschlag der Kommission weist eine sehr schlechte Nachricht für Hausbesitzer auf. Herr Lagares und sein Team argumentieren, dass für die Immobilien, wo man sein Wohnsitz hat, eine Eigennutzung als Einkommen kalkuliert und besteuert werden muss. Zur Zeit muss man das nicht. Die aktuelle Gesetzgebung verpflichtet  eine Bemessungsgrundlage von 1,1% auf den Katasterwert auf eine zweite oder weitere Immobilie anzuwenden.

Die Experten, in diesem Fall,  vergleichen Studien der internationalen Organisationen, die darauf setzen, die Besteuerung auf die Arbeit zu reduzieren und im Austausch die Besteuerung für das Vermögen zu erhöhen. Der Bericht fordert auch, den Abzug für den Kauf von dem Hauptwohnsitz rückwirkend zu streichen. Eine Maßnahme, wo das Finanzamt bereits angekündigt hat, diese nicht zu beschließen.

In der Tat, hat die Regierung den Steuervorteil für den Steuerzahler, der sein Haus ab Januar 2013 gekauft hat, eliminiert. Ein Anreiz, der zur Zeit nur von denen angewandt werden kann, die Ihr Eigentum vor diesem Zeitpunkt erworben haben. Das Finanzamt glaubt, dass die rückwirkende Beseitigung der Abzüge jetzt ein Schlag gegen die Rechtssicherheit wäre und argumentiert, dass es ein Steuervorteil sei, der zukünftig nach und nach reduziert wird, d.h. gemäß der Rückzahlung der Hypotheken der Steuerzahler. Derzeit gibt es etwa 5 Millionen Steuerzahler, die den Abzug für den Wohnungskauf anwenden.

 

Erbschaften

Die Steuerautonomie der autonomischen Regionen Spaniens kann nicht so weit gehen, dass eine steuerpflichtige Tatsache in einer Region Spaniens besteuert wird und in einer anderen Region nicht. Dieses ist die Meinung der Experten hinsichtlich der Erbschaft- und Schenkungsteuer.

Derzeit ist diese Steuer praktisch in Regionen wie Madrid und den Balearen in Fällen von Vererbung zwischen Verwandten eliminiert worden, während andere Regionen wie Murcia, Andalusien und Katalonien diese Steuer erhöht haben. Der Bericht für die Steuerreform sieht vor, dass ein Mindestbesteuerungssatz festgelegt wird (zwischen 5 und 10 Prozent). Dieses würde den Steuerzahler von Madrid und den Balearen schaden, wenn diese Maßnahme durch den Filter des Finanzamtes kommt.

 

Mehrwertsteuer

Das Team, welches von Herrn Lagares geführt wird, schlägt kurzfristig keine Erhöhung der allgemeinen MWST vor, die sich zur Zeit bei 21 % befindet.

Allerdings weist er darauf hin, dass er sich eine Erhöhung vorstellen könnte, wenn die Sozialversicherung eine Senkung der Sozialabgaben für Firmen und Unternehmer ertragen könnte.

Die Experten weisen darauf hin, dass Waren und Dienstleistungen die zur Zeit zu einem ermäßigten Satz versteuert werden, in Zukunft zum normalen MWST-Satz versteuert werden. Dieses ist eine Meinung, die auch von der Europäischen Kommission geteilt wird. Bisher hat das Finanzamt mehrfach angekündigt, dass eine Erhöhung der indirekten Hauptsteuern nicht geplant ist. Auf jeden Fall liegt die Möglichkeit der Umklassifizierung der Produkte auf dem Tisch. In der Tat, ein Urteil von Brüssel erfordert die Erhöhung der MWST auf Medikamente und Sanitärprodukte.

 

Abschaffung von Steuern

Die Experten sind gegenüber der aktuellen Dispersion der angeblichen autonomen Umweltsteuer sehr kritisch und deren Meinung nach, sind sie es für den Umweltschutz nun wirklich nicht.

So befürworten sie den Wegfall der Steuer, der auf große Lager oder Geschäftsräume, die Katalonien, Navarra, Asturien, Aragon und La Rioja, hat, fällt. Ein weiterer Punkt werden auch die unterschiedlichen Abgabegebühren für Windsysteme und gespeichertes Wasser für die Emissionen von CO2 sein.

Die autonomen Gebühren für Abfall und die Deponiensteuern, sollten auch weg fallen.

Auf jedem Fall, wenn die Ökosteuern wegfallen, werden diese durch andere Umweltsteuern ersetzt werden.

Die Idee ist es, gleiche Wettbewerbsbedingungen in dem gesamten Grenzgebiet festzulegen und steuerliche aktuelle Unterschiede zwischen den autonomen Regionen zu limitieren.

Die Realität ist, dass Spanien eines der Länder ist, das am wenigstens Umweltsteuer einnimmt und die Kommission, unter dem Vorsitz von Herrn Lagares ist der Meinung,  dass man hier in diesem Bereich noch viel Spielraum hat.

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