Spanien: Wirtschaft 2014

 
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Es scheint, dass sich die Ansicht der Analysten konsolidiert, dass der spanischen Wirtschaft ein Wachstumszyklus widerfährt, dass sie aus der Rezession kommt und langsam ein bescheidenes Wachstum verzeichnen kann. Aber die Beschleunigung diesen Wachstums kommt erst in den kommenden Trimestern. Im Jahr 2014 wird geschätzt, dass das BIP-Wachstum rund 1% sein wird. Die Exportquote beläuft sich zur Zeit auf 34,10 % des BIP.

Die Stiftung der spanischen Sparkassen (Funcas) glaubt, dass der spanische BIP in diesem Jahr zwei Zehntel mehr sogar steigen wird, als erwartet wurde, auf 1,2 % und im nächsten Jahr wird sich diese Wachstumsrate mit einem Anstieg von 1,8 % konsolidiert haben.

Funcas glaubt auch, dass dies die Arbeitslosenquote auf 23,5 % im Jahr 2015 reduzieren wird, aber in diesem Jahr die Staatsverschuldung 100% des BIP überschreiten wird.

Die Aktivitätsindikatoren für die ersten beiden Monate des Jahres 2014 zeigen, „eine Stärkung des positiven Trend“, gemäss Aussage der Verantwortlichen von Funcas, die davon ausgehen, dass das BIP um 0,4% im ersten Quartal steigen wird.

Diese Verbesserung ist vor allem auf drei Faktoren zurückzuführen:

in erster Linie auf die Verbesserung der Finanzierungsbedingungen;

dann die erwartete Lockerung der Kürzung in der Haushaltsplanung; und schließlich auf die geopolitischen Bedingungen.

Insbesondere ist Funcas der Meinung, dass der Zugang zu Krediten für Unternehmen und Haushalte eine deutliche Verbesserung aufweist, die im Laufe des Jahres sichtbarer sein wird. Auch die geschätzten Budgetanpassungen werden nach und nach weniger, dieses wird vor allem im Jahr 2015 zu spüren sein. Während die geopolitischen Bedingungen den reibungslosen Ablauf des Tourismussektors beibehalten.

Der Präsident der Banco de Santander, Herr Emilio Botín, einer der einflussreichsten Geschäftsmänner in Spanien, hat die Regierung gelobt, insbesondere den Wirtschaftsminister, Herrn Luis de Guindos, durch seine Reformen, hat aber auch davor gewarnt, dass die Arbeit noch nicht beendet ist und hat erwähnt, das die Kürzung im öffentlichen Verwaltungsbudget einer der dringendsten Ziele ist. Desweiteren gab er zwei weitere Meinungen: die Probleme der Devisen der Schwellenländer sind gut lokalisiert (vor allem Argentinien) und diese werden keine internationale Krise verursachen. Desweiteren sagte er auch, dass die Banco de Santander stärker ist als die meisten Konkurrenten, somit hofft er darauf, den Gewinn in den nächsten 3 Jahren, dank der Wachstumsrate in den meisten Ländern zu erhöhen, vor allem in den USA.

„Die Zeichen sind positiv, Spanien wird in diesem Jahr um 1% wachsen, wir müssen aber noch vorsichtig sein. Der wirtschaftliche Kontext ist immer noch schwierig. Auch wenn sich die Wirtschaft erholt, bedeutet dieses keine Rückkehr zur Normalität, wenn man unter Normalität die Jahre vor der Krise versteht. Die Nachwirkungen der Krise werden nur langsam verschwinden“.

Später, als er von den Reportern befragt wurde, setzte seine Rede ein klares positives Zeichen: „Die spanische Wirtschaft wird dieses Jahr in Schwung kommen, aber „schrittweise“. „Der Zyklus hat sich geändert“, so versicherte er unmissverständlich.

Als bester Beweis für seinen Optimismus sagte er: „Zum ersten Mal seit Beginn der Krise haben wir das Kreditvolumen im Jahr 2014 erhöht, allerdings weniger als ich es gerne hätte. Wir werden das Kreditvolumen erhöhen, denn wir sehen, dass die Nachfrage bei zahlungsfähigen privaten Personen und einigen Firmen da ist. Im Jahr 2013 hat die Banco Santander in Spanien einen Gewinn von 478 Millionen erwirtschaftet, was nur 7% des Konzerngewinns ist. Vor einem Jahr gewann Spanien 15% des Gesamtbetrages. Allerdings erwartet der Banco de Santander, die Ergebnisse im Jahr 2014 zu verdoppeln und somit in Spanien 3.000 Mio. im Jahr 2016 zu verdienen. Um diese Idee zu stärken, erklärte er, dass Spanien auf keinen Fall „im Mittelpunkt der Krise“ steht, um somit „ein Beispiel“ für die durchgeführten Reformen sei, „die bereits begonnen haben, Früchte zu tragen.“

Der Optimismus basiert auf dem Gewinn im Jahre 2013 des Banco de Santander, denn es wurden 4.370 Mio. erwirtschaftet, 90% mehr als im Vorjahr. Allerdings weisst diese Verbesserung Nuancen auf, die auf den steigenden Gewinnen von Finanztransaktionen basiert, die 28,6% gestiegen sind und in der Reduzierung der Rückstellungen: 3.000 Millionen weniger als im Jahr 2012.

Was Herrn Botin am meisten Sorge macht, ist „die Arbeitslosigkeit, obwohl es Fortschritte in den letzten Monaten gegeben hat, aber die Arbeitslosenrate ist nach wie vor sehr hoch. Das Ziel sollte es sein, diese zu reduzieren. Die andere Achillesferse ist „die öffentliche und private Verschuldung, die auch reduziert werden muss.“

Desweiteren hob Herr Botin hervor, dass sich der Privatsektor „flexibel zeige“ d.h. eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit und Außenposition darstellt. Er lobte auch die Senkung der Risikoprämie (Zins) der spanischen Staatsanleihen und das die ausländischen Investitionen wachsen, und zwar „kräftig“. Dieses zeigt das „wachsende Interesse internationaler Investoren in Spanien“.

Der Immobilienmarkt weist offensichtliche Anzeichen einer Verbesserung auf. Die Zahl der Hausverkäufe im Januar 2014 belief sich auf 23.368 Transaktionen. Das ist 59,2 Prozent  mehr als im Januar 2013. Dieses wurde dadurch beeinflusst da der Steuerabzug für den Kauf der Wohnimmobilie (Domizil) abgeschafft wurde, und zwar ab dem Jahr 2013. Viele haben Ende 2012 im vorraus gekauft um den Steuervorteil nicht zu verlieren.

Hinsichtlich der Preise, war der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter der gekauften Häuser im Januar 1.294 €, das bedeutet eine Erholung von 8,9 % im Jahresvergleich, der den Abwärtstrend der letzten Monate bricht und wie es scheint, gibt es einige Anzeichen für eine Stabilisierung des Marktes. Die Preise beginnen den Aufwärtstrend wieder zu erreichen, somit scheint es offensichtlich, dass sich die Nachfrage erholt.

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