Steuern in Spanien. Was Sie heute wissen müssen.
Die Hypothek als Instrument zur Steuerersparnis

Die Hypothek als Instrument zur Steuerersparnis

Schulden gegenüber der Bank zu haben, kann Steuervorteile mit sich bringen. Die derzeitige Konjunktur mit niedrigen Zinssätzen kann dieses Modell begünstigen.

Wenn Sie Nicht-Resident sind und erwägen eine Immobilie in Spanien zu erwerben, sollten Sie die Möglichkeit in Betracht ziehen einen Teil des Kaufpreises über ein Hypothekendarlehen zu finanzieren.

Welche Vorteile bringt dies mit sich? Die Hypothek ist eine Belastung, durch die die Bemessungsgrundlage reduziert wird. Mit einer Hypothek wird dieses Ziel bei zwei Steuern erreicht: Der Erbschaftssteuer und der Vermögenssteuer. Weitere Information zu diesen beiden Steuern können Sie in meinen Artikeln nachlesen unter den folgenden Links:

Die Möglichkeit auf Rückerstattung der Wertzuwachssteuer (Plusvalía)

Die Möglichkeit auf Rückerstattung der Wertzuwachssteuer (Plusvalía)

Das Verfassungsgericht hat mit seinem Urteil vom 11. Mai die Steuer auf den Wertanstieg städtischer Grundstücke, allgemein bekannt als „PLUSVALÍA“ der Gemeinde, teilweise annulliert. Dieses Urteil wurde bereits erwartet, da das gleiche Gericht die Wertzuwachssteuer bereits in dessen Urteil vom 16. Februar annulierte, wobei sich dieses Urteil jedoch lediglich auf die Provinzen Guipúzcoa und Álava bezog. Dieses neue Urteil ist nun spanienweit anwendbar.

Das Hohe Gericht erklärt, dass diese Steuer das verfassungsrechtliche Prinzip der „Wirtschaftskraft“ verletzt, da diese nicht notwenigerweise mit der Existenz eines realen Wertzuwachses des Gutes verbunden ist, sondern vielmehr „aufgrund der bloßen Inhaberschaft eines Grundstückes während eines bestimmten Zeitraums“ erhoben wurde.

Besteuerung beim Verkauf alter Immobilien (Erwerb vor 1994)

Besteuerung beim Verkauf alter Immobilien (Erwerb vor 1994)

Der aus dem Verkauf von in Spanien gelegenen Immobilien erzielte Gewinn kann sehr hoch ausfallen, insbesondere wenn die Immobilie vor 20 Jahren oder mehr erworben wurde.

Ein Kunde unseres Büros hat kürzlich sein Appartement auf Mallorca für 365.000 Euro verkauft. Er kaufte dieses im Jahr 1988 für etwa 39.000 Euro (6,5 Millionen Peseten).

So gestaltete sich der Immobilienmarkt auf Mallorca im Jahr 2016

So gestaltete sich der Immobilienmarkt auf Mallorca im Jahr 2016

Laut einem von Engel & Völkers erstellten Bericht lag der Durchschnittspreis der Luxusimmobilien auf Mallorca im Jahr 2016 bei 1,1 Millionen Euro und fiel somit im Vergleich zum Vorjahr, als der Durchschnittpreis bei 989.000 Euro lag, um 13 % höher aus.

Port d´Andratx und Son Vida sind die Gebiete mit den exklusivsten Immobilien der Balearen mit Durchschnittspreisen, die bei vier Millionen Euro liegen.

Anwendung der Erbschafts- und Schenkungssteuer

Anwendung der Erbschafts- und Schenkungssteuer

Aufgrund der Verurteilung des spanischen Staates durch das Urteil des Gerichtshofes der Europäischen Union vom 3. September 2014 wurde das staatliche Gesetz 29/1987 geändert, welches die Erbschafts- und Schenkungssteuer reguliert.

Wir erinnern Sie daran, dass auf Nicht-Residenten die staatlichen gesetzlichen Bestimmungen zur Anwendung kamen, nach denen ein Steuersatz von maximal 34 Prozent vorgesehen ist, und die Anwendung der gesetzlichen Bestimmungen der Autonomen Regionen nicht erlaubt war. In einigen Autonomen Regionen wie den Balearen oder Madrid lag der Steuersatz bei nur 1 Prozent (derzeit liegt der Steuersatz auf den Balearen zwischen 1 und 20 Prozent).

Einkommensteuer in Spanien

Einkommensteuer in Spanien

Die spanische Einkommensteuer ist im Gesetz 35/2006 (Einkommensteuergesetz LIRPF) und der Verordnung RD 439/2000 (Einkommensteuerverordnung RIRPF) geregelt.

Es handelt sich um eine duale Steuer, da sie auf zwei verschiedene Einkommensarten mit jeweils unterschiedlicher Veranlagung erhoben wird:

  1. Die allgemeine Bemessungsgrundlage, die progressiv besteuert wird
Spanischer Immobilienmarkt 2015

Spanischer Immobilienmarkt 2015

Die Immobilienbranche schließt 2014 mit großem Optimismus ab. Nachdem die Branche über mehrere Jahre hinweg von Rückgang und schwarzen Wolken geprägt war, hat das Auftauchen neuer Marktakteure, wie internationale Fonds und Socimis (Immobilieninvestmentgesellschaften zum Vermietungszweck) eine Trendwende eingeleitet. Vor ein paar Monaten hat damit, dass sich zu den Unternehmen neue Akteure, wie die Servicers (mit der Verwaltung und Beitreibung von Hypothekendarlehen befasste Unternehmen), gesellten, eine Veränderung begonnen.

Außerdem erleben wir eine stärkere, nationale wie internationale, Nachfrage seitens der Investoren sowie von Privatleuten, KMU und Gewerbetreibenden. Dieser Zyklusumschwung ist auf die Vielzahl, aber auch auf die Vielfalt der Käufer, die auf diesen Markt gekommen sind, zurückzuführen.

Spanien: Wirtschaftsaussichten 2015

Spanien: Wirtschaftsaussichten 2015

Die spanische Wirtschaft wird 2015 um 2 bis 2,2 % wachsen. Auch die Schaffung von Arbeitsplätzen könnte um den gleichen Prozentsatz zunehmen.

Diese Aussichten sind mit erheblichen Abwärtsrisiken behaftet:

1.    eine mögliche Stagnation der Volkswirtschaften der Europäischen Union (EU),

2.    eine mögliche Verschärfung der finanziellen Instabilität und eine Ansteckung der am stärksten verschuldeten Volkswirtschaften,

3.    eine mögliche Beeinträchtigung des Konsums durch die geringe Schaffung von Arbeitsplätzen,

4.    ein möglicher weiterer Anstieg der Importe zusammen mit fehlenden Exportimpulsen, was der Ausgewogenheit des Außenhandels im Wege steht,

Steuern in Spanien. Was Sie heute wissen müssen.

Steuern in Spanien. Was Sie heute wissen müssen.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten steuerlichen Neuerungen vor, die Sie beachten müssen, wenn Sie in Spanien investiert haben oder darüber nachdenken, in Spanien zu investieren oder Geschäfte zu machen.

1. Infolge des jüngsten Urteils des Europäischen Gerichtshofs (Urteil vom 03.09.2014), mit dem die steuerliche Ungleichbehandlung von Steuerresidenten und Nicht-Steuerresidenten für unrechtmäßig erklärt wurde, belaufen sich die Steuern bei der Vererbung von Immobilien auf Mallorca zwischen Verwandten auf 1 %.

2. Beim Verkauf von Immobilien verringert sich der Steuersatz auf den Veräußerungsgewinn von derzeit 21 % auf 20 % im Jahr 2015 und auf 19 % 2016. Trotzdem fallen für ab 2015 getätigte Verkäufe höhere Steuern an. Der Grund hierfür ist, dass die Aktualisierungs- (Inflationsausgleich) und Reduktionskoeffizienten entfallen werden, wobei es sich um zwei Maßnahmen handelt, die in

Spanische Erbschafts- und Schenkungssteuer von EU wegen Diskriminierung von Gebietsfremden für unrechtmäßig erklärt

Im Jahr 2011 beschloss die Europäische Kommission wegen der Diskriminierung von Gebietsfremden durch die spanischen Erbschafts- und Schenkungssteuer-bestimmungen vor dem Europäischen Gerichtshof Klage gegen Spanien einzureichen.

Am 3. September 2014 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) schließlich geurteilt, dass Spanien die ihm obliegenden Verpflichtungen bezüglich der Beschränkung des freien Kapitalverkehrs, welche durch Artikel 63, Absatz 1 des EuGH und Artikel 40 des EWR-Vertrags untersagt ist, verletzt hat, indem es zuließ, dass Unterschiede bei der steuerlichen Behandlung von Schenkungen und Erbschaften in folgenden Fällen eingeführt wurden: